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Der Staat bewegt sich anscheinend immer weiter in Richtung DDR2.0. Von Transparenz in einer parlamentarischen Demokratie kann man da nicht mehr sprechen.

Eine IT-Expertin ist nun ganz zufällig über eine der klandestinen, vor der Öffentlichkeit gut versteckten Organisation gestolpert, die unter einem nichtssagenden Namen total Geheimes macht und nirgendwo zu fassen sein sollte – aber doch enttarnt wurde. Was macht diese Organisation eigentlich, die offensichtlich zum Verfassungsschutz gehört? Von Niki Vogt

Schon die Aktivitäten des offiziellen Verfassungsschutzes sind bisweilen äußerst fragwürdig. So stellte sich ja bei den Gerichtsprozessen zum Verbot der rechten Partei NPD heraus, dass so gut wie alle Parteimitglieder und Aktivisten, die verfassungswidrige bis kriminelle Aktivitäten entfaltet und andere dazu angestiftet haben, auf der Gehaltsliste des Bundesverfassungsschutzes standen.

Der Prozess verlief ziemlich umgehend im Sande, weil die besagten Herrschaften sofort von der Behörde gedeckt und aus der Schusslinie gezogen wurden. Die NPD ist seitdem kein Thema mehr und fristet ein Schattendasein, weil natürlich niemand Interesse daran hat, unter einer Horde von Spitzeln seine patriotische Gesinnung zu leben.

Dass neben Verfassungsschutz und anderen deutschen Geheimdiensten auch noch die Geheimdienste anderer Länder in der Partei vertreten (waren), ist ein offenes Geheimnis. Vielleicht gibt es sogar Mehrfachagenten …

Unvergessen bleibt auch die äußerst merkwürdige Rolle des Verfassungsschutzes im Vorfeld des schrecklichen Anschlages auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz. Der Täter Anis Amri verkehrte oft und gern in der Fussilet-Moschee, einem bekannten Treffpunkt radikaler Islamisten.

Der Verfassungsschutz hatte zumindest einen eigenen „V-Mann“, der mit Anis Amri persönlich bekannt war, wahrscheinlich sogar mehrere solcher Spitzel in dieser Moschee – was die Behörde immer abgestritten hatte. Im Verlauf der Untersuchungen wurde immer deutlicher, dass der Verfassungsschutz sogar von Terrorplänen gewusst haben musste.

Jetzt gibt es also eine weitere, dem Verfassungsschutz angehörige und sorgfältig versteckte „Unterbehörde“, von der niemand etwas wissen soll? Wenn die „Mutterbehörde“ sich schon über den Rand des Legalen hinaus bewegt, was macht dann diese Behörde erst?

Die Geschichte der Aufdeckung des „Bundesservice Telekommunikation“, wie sich der Laden nennt, wäre Stoff für einen Film. Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann beschreibt die spannende und clevere Suche  auf ihrem Blog sehr ausführlich.

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Letztendlich enttarnte der Ein-Frau-Geheimdienst „Lilith Wittmann 007“  den Spuk durch einen nächtlichen Anruf und eine Postsendung. Um das mal kurz zusammenzufassen … das war so:

 

Lilith Wittmann stöberte im Netz, genauer gesagt, im offiziellen Verzeichnis des Bundes mit seinen Abteilungen aller Behörden. Und sie fragte sich, was denn hinter der nichtssagenden Behörde „Bundesservice Telekommunikation“ stecken könnte.(Corona-Demo’s: Die Revolution des Tiefen Staates!)

Da sie sich viel mit Behörden beschäftigt, stutzte sie. Sie fragte bei den zuständigen Stellen nach. Da wollte sich aber niemand zu äußern, stattdessen verschwand der „Bundesservice Telekommunikation“ still und leise aus der Liste.

Sieh mal an. In ein Wespennest gestochen? Jetzt war Agent „Lilith Wittmann 007“ scharf geschaltet. Sie fing an zu buddeln. Eine reine, vergessene Karteileiche war der Laden nicht, denn ein Besuch an der angegebenen Adresse zeigte, dass da tatsächlich was war und auch ein Briefkasten vorhanden war.

Zusammen mit Kollegen machte man sich an die Arbeit. Man schaute auf der Webseite der Hausverwaltung nach, in deren Räumen in Treptow die seltsame Behörde residiert. Immerhin, so ergab diese Suche, mietet laut Hausverwaltungswebseite „ein Bundesministerium“ in dem Gebäude ein Büro von 2500 Quadratmetern. Auch dieser Eintrag auf der Webseite der Hausverwaltung war dann plötzlich weg.

Ein wenig schlauer Schachzug, denn Frau Wittmann hatte natürlich einen Screenshot gemacht. Bei einer Ortsbesichtigung in der Tiefgarage fand das Rechercheteam einige VW T6-Busse, die man dem Verfassungsschutz zuordnen konnte. Die gesamte Mieterschaft ist verwunderlich. So schreibt Lilith Wittmann:

 

„Und ja, einige der Firmen in dem Gebäudekomplex sind schon verdammt komisch. Da gibt es z.B. Glasfaserkabelhersteller, Testroboter für Geldautomaten oder Firmen, bei denen man beim durchlesen der Website überhaupt nicht versteht, was die denn nun tun.“ (SHAEF im BR-Fernsehen „Komödienstadl“ und Deutschland unter Kontrolle der White Hats? (Video))

Allerdings ist das in Berlin auch wieder nicht so ungewöhnlich, räumt sie ein.

In der RIPE-Datenbank, ein Verzeichnis der europäischen IP-Adressen, in dem man deren Eigentümer feststellen kann, konnte man die IP-Adresse für den Anschluss dieses 2500-Quadratmeter-Büros einem Herrn mit einer E-Mail-Adresse des Bundesinnenministeriums zuordnen. Der Versuch, diese Adresse zu entschlüsseln und wohin sie genau führte, war nicht einfach.

Denn die Behörden-E-Mailadressen enthalten normalerweise Kürzel für die konkrete Abteilung, in der sie angesiedelt sind. Also Abteilung, Unterabteilung, Referat, Postfach. Aber die in der Mailstruktur angelegten Kürzel führten zu keiner Abteilung des Ministeriums. Die war einfach nicht im Organigramm des Bundesinnenministeriums aufgeführt.

Es war, wie Lilith Wittman beschreibt, eine mühsame Suche und ein Durchkämmen aller möglichen öffentlichen Datenbanken. Aber dass das ominöse Treptower Büro zum BMI (Bundesinnenministerium) gehört, wurde immer klarer, obwohl das BMI offiziell dort keinen Sitz hat. Ein weiterer Recherchestrang führte aber zu einem Datenbankeintrag nach Köln.

„Laut RIPE-Datenbank hat ein BMI in Köln (das unter poststelle@bmi-koeln.bund.de erreichbar ist) einen Telekomanschluss. Allerdings gibt es — genau wie in Treptow — auch in Köln offiziell kein Büro des Innenministeriums. Und in Köln sitzt auch nur eine einzige nachgeordnete Behörde des BMI. Das Bundesamt für Verfassungsschutz.“ 

Interessanterweise sitzt aber ganz in der Nähe von beiden Adressen in Köln und Berlin, das Bundesamt für Verfassungsschutz. Und: beide Einträge auf RIPE weisen die gleiche E-Mail-Struktur auf: „@bmi-orf“, die aber im Bundesinnenministerium nirgends benutzt wird. Das war spannend: E-Mail-Adressen des Bundesinnenministeriums, die es nicht gibt? Die Spur wurde heiß.

Nun wurden auch andere Journalisten tätig. Der Journalist Tilo Jung schnitt das Thema in einer Bundespressekonferenz an und stellte Fragen. Die natürlich nicht beantwortet wurden.

Auf irgendeine Auskunft aus dem Bundesinnenministerium ist nun nicht mehr zu hoffen. Da wird gemauert, dass Erich Honecker seine Freude hätte.

„Lilith Wittmann 007“ kommt auf ein simple, aber geniale Idee. Am 18. Januar in der Nacht  (bzw. um 01:58 Uhr frühmorgens) wählt sie einfach eine der Telefonnummern aus der RIPE Datenbank und ruft da an. Und trotz der Uhrzeit geht ein Mann ans Telefon.

Er meldet sich unter dem in der Datenbank eingetragenen Namen. Lilith Wittmann redet um den heißen Brei herum. Bevor der Mann auch nur ahnt, wen er dran hat, setzt sie ihm die Pistole auf die Brust:

  

„Spreche ich mit dem Verfassungsschutz?“(SHAEF: Söder entmachtet, Bayern unter Kriegsrecht – so stellen sich einige die Befreiung Deutschlands vor (Videos))

Kalt erwischt. Der Mann sagt nur noch „Wir hören jetzt mal auf zu reden“ und hängt auf.

Es wird also immer konkreter. Lilith Wittmann fackelt nicht lange und schreibt dem „Mann“ eine Mail. Nicht nur eine, sondern sehr viele. Zwar nur eine Nachricht, aber die an alle E-Mailadressen, die in Frage kommen könnten.

Fast alle kommen als unzustellbar zurück. Bis auf eine, die mit dem Namen und @bfv. Bfv ist das Emailfach „Bundesverfassungsschutz“.

Erwischt. Aber noch nicht überführt.

Recherchen in Köln verlaufen ergebnislos, da ist keine heiße Spur auszumachen. Aber wie bei James Bond, aufgeben gibt’s nicht.

Jetzt greift „Agent Lilith Wittmann 007“ selbst zu einem kleinen, technischen Spitzel, dem Airtag von Apple, ein kleines, scheibenförmiges Ortungsgerätchen, dass so funktioniert, wie ein Schlüsselfinder.

Es wird mittels Ultrabreitband-Technik gefunden. Nutzer können damit Gegenstände, an denen das Scheibchen angebracht ist über UWB mit „Genauer Suche“ aufspüren. Den versteckt Frau Wittmann in einer Zeitung und sendet ihn an das Postfach des Bundesinnenministeriums in Köln.

Der Chip verrät: Es kommt im Gebäude des Verfassungsschutzes in Köln-Chorweiler an. Da, wo es eigentlich gar keine Behörde des Bundesinnenministeriums geben dürfte, in direkter Nähe aber der Verfassungsschutz residiert.

„Wir wissen jetzt also sicher: Das BMI Köln ist im Gebäude des Verfassungsschutzes. Der ‚Verfassungsschutz‘ verwendet das BMI also als Tarnung. Und da das ‚BMI-Köln‘ nach dem gleichen Schema wie das ‚BMI-Treptow‘ aufgebaut ist, trifft das aus meiner Perspektive auf beide Standorte zu.“

Auf ihrer Webseite zeigt Lilith Wittmann detailliert auf, wie sie der Sache immer näher auf die Spur kam und ihre Schlussfolgerung lautet:

  

1) BMI-Köln und BMI-Treptow sind Tarnbezeichnungen für das Bundesamt für Verfassungsschutz.

2) Der Bundesservice Telekommunikation teilt sich eine Adresse mit dem Verfassungsschutz in Berlin. Es ist daher anzunehmen, dass der Bundesservice also in irgendeiner Weise mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz verbunden ist. Oder einfach nur eine weitere Identität des Verfassungsschutzes ist.

Natürlich muss die Regierung zu Geheimdiensten, deren Arbeit und deren Aufenthaltsorten keine Auskunft geben.

„Agent Lilith Wittmann 007“  gibt aber zu bedenken:

„Diese Recherche war nicht sonderlich schwierig. Eigentlich nur öffentliche Informationen strukturiert auswerten und kombinieren. Wir haben eigentlich genau das gemacht, was der Job des ‚Verfassungsschutz‘ ist.

Wenn die aber wirklich so schlecht darin sind, sich vor Methoden, die sie selbst anwenden können müssten, zu verstecken. Dann lässt das für mich eigentlich nur einen Schluss zu: Die sind unglaublich inkompetent. Oder wir wirklich gut — hat ja auch mindestens ein Jahrzehnt lang geklappt.“

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Quellen: PublicDomain/dieunbestechlichen.com am 05.02.2022

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