0 20 min 11 mths

[ad_1]

Insbesondere das Wohlergehen der Menschen war schon immer das Alibi von Tyrannen, und es hat zudem den Vorteil, dass es den Dienern der Tyrannei ein gutes Gewissen verschafft.“Albert Camus

In John Stepplings Podcast Aesthetic Resistance vertrat der Gast Varun Mathur die Ansicht, dass wir – auf globaler Ebene – Zeugen eines Ereignisses sind, das „projektive Identifikation“ genannt wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Projektive_Identifikation

In der Psychoanalyse ist die projektive Identifizierung so etwas wie die Umkehrung des Stockholm-Syndroms, bei dem sich das Opfer mit seinem Täter identifiziert: Der Täter projiziert seine minderen Qualitäten auf das missbrauchte Opfer und versucht dann, sie in der falschen Version des viel gescholtenen Opfers auszumerzen.

Schlimmer noch, das Opfer verinnerlicht die Projektion, nimmt die projizierten Eigenschaften als seine eigenen an und macht sich dann daran, sein illusorisches Selbst zu reparieren. So haben wir also zwei Wesen, die törichterweise versuchen, die Probleme eines illusorischen dritten Wesens zu lösen. Interpreten von nicht existierenden Krankheiten.

Das Kapital und sein Unbehagen

Könnte es sein, dass sich unsere Beziehung zur herrschenden Kapitalistenklasse in einen solchen Zustand pervertiert hat? In dem der missbräuchliche Staat, der die Rechte abschafft, um die Anforderungen der Profitgier der Unternehmen zu erfüllen, seine eigene Profitgier auf die unterwürfige Bevölkerung projiziert.

Die Freiheit des Profits, der freiheitliche Exzess der Habgier, ist das einzige Ziel des Systems. Im fiebrigen Geist der Kapitalklasse ist die Arbeiterschaft stets darauf bedacht, ihr den Reichtum und die Privilegien wegzunehmen. Sie sieht in der Unterschicht einen gefährlich verworrenen Wunsch, die Leistungsgesellschaft zu stürzen und Apathie zu belohnen.

Das würde diejenigen ernähren, die nicht arbeiten. Diejenigen beschäftigen, die keine Fähigkeiten haben, und schlanke Unternehmen mit höheren Steuern und unnötigen Gemeinkosten belasten. Und die niederträchtige Arbeiterklasse würde so die Herrschenden zum Altar des Sozialismus führen, dieser chronischen Besessenheit der Unterdrückten.

(Und in einigen Fällen könnten die Eliten der Park Avenue der Guillotine ausgeliefert werden. Oder, was einigen sicher gefallen würde, Bill Gates und Anthony Fauci, wie sie von der Brooklyn Bridge baumeln und der Populismus aufheult. Eine grausame Rüge an die Elite.)

Und so projiziert die herrschende Klasse in diesem Konstrukt ihren eigenen intriganten und treulosen Charakter auf jene Klasse die sie ausbeutet. Nur die Unterschicht würde Faulheit statt Leistung belohnen, d. h. den Kapitalismus durch Sozialismus ersetzen.

Gleiche Monomanie, andere Ideologie.

Die herrschende Klasse projiziert ihre eigene Monomanie auf die Arbeiterklasse und unterdrückt sie, um das einzudämmen, was man als schrecklichen Radikalismus betrachtet.

Natürlich versuchen die Mandarine auf diese Weise vergeblich, ein Gewissen zu beruhigen, das zum Teil durch die seit langem geübte Praxis aufgewühlt wurde, aus der angeblichen Bereitstellung öffentlicher Gesundheit Profit zu schlagen. Aber die Gesundheit wird beeinträchtigt, wenn die Profite steigen.

Die herrschende Klasse weiß das und muss alles in ihrer Macht Stehende tun, um die brodelnde Rebellion zu unterdrücken, die weit unter ihr an die Oberfläche dringt. Kognitive Dissonanz hat eine hässliche Halbwertszeit.

Schmeicheln, um zu täuschen

Daher der Krieg gegen den Terror im eigenen Land, um „den Pöbel bei der Stange zu halten“. Ein neues Rampenlicht, das auf den lose definierten „Extremismus“ geworfen wird, und ein erneuter Versuch, abweichende Stimmen durch die riesigen Tentakeln von Big Tech zu zensieren. Schließlich sollte jene Menschen, denen das Land gehört, es auch regieren (zumindest laut dem Gründervater John Jay).

An die Stelle des Dissens ist der Konsens getreten, „eine Meile breit und einen Zoll tief“, wie ein Journalist einmal in Bezug auf den Mainstream sagte. Ein Konsens darüber, dass die Regierung ihr Möglichstes tut, um uns zu schützen. Alles, was sie tut, dient dem Wohl des Volkes – sie schützt es vor tödlichen Krankheitserregern, verlogenen Mems und aufrührerischen Schurken in Wikingermontur.

Aber es ist nicht leicht, einen solchen Massenkonsens zu erreichen. Das erfordert eine massive Medienkampagne, die

a) eine gemeinsame, konsistente Botschaftsplattform entwickelt;

b) die gewaltige Macht der institutionellen und fachlichen Autorität versammelt, um die Botschaften zu bestätigen und zu sanktionieren;

c) alle Medienkanäle mit ihrer Botschaft sättigt, und zwar mit einer Million Wiederholungen.

Das Ziel dieser Art von Propaganda- oder Desinformationskampagne ist es, den Leser, den Zuhörer, den Zuschauer einfach zu überwältigen, bis er oder sie sich der Botschaft hingibt, ihre Gültigkeit anerkennt und, was entscheidend ist, den Anweisungen folgt. Maskierung, soziale Distanzierung, Isolierung und Quarantäne, Impfen, Boostern und dies den Anderen zu predigen.

Einer nach dem anderen fügt sich, es bildet sich ein Gruppendenken, und die Widerständler werden bald vom Gruppenzwang überwältigt. Wie jeder weiß, ist es nicht nur beängstigend, sich gegen eine Menge zu stellen, sondern erfordert auch eine Art von Stärke, die nur wenige besitzen.

Wie Robert Kennedy Jr. in seinem Buch The Real Anthony Fauci feststellt, stammen die Protokolle, die zur Eindämmung einer sogenannten Pandemie eingeführt wurden (die von der CDC uminterpretiert wurden, um die Verwendung des Begriffs „Pandemie“ ohne eine große Zahl von Todesfällen zu ermöglichen, nur Fälle, die ihrerseits uminterpretiert wurden, um falsche positive Tests von einem nicht zweckmäßigen PCR-Test einzuschließen), direkt aus den CIA-Handbüchern für psychologische Kriegsführung. Sie beinhalten Techniken zur:

Zertrümmerung indigener Gesellschaften, Auslöschung … sozialer Bindungen, Einsatz von aufgezwungener Isolation und Zerstörung traditioneller Ökonomien, um den Widerstand zu zerschlagen, die Förderung von Chaos, Demoralisierung, Abhängigkeit und Angst sowie Durchsetzung zentralisierter und autokratischer Regierungsführung.

All dies ist geschehen, durch Maskierung und Quarantäne, durch die Zerstörung des sozialen Lebens, die Schließung der Kleinunternehmen, die Schaffung einer Epidemie psychischer Erkrankungen durch Massenisolierung und die autoritäre Gestaltung des öffentlichen Gesundheitswesens.

Indem die Menschen sich fügen und psychologisch gefügig gemacht werden, ähneln sie dem, was Hannah Arendt „Schreibtischtäter“ nannte, wie Edward Curtin in einer schönen Meditation feststellt. In gewissem Sinne sind alle, die auch nur nominell willfährig sind, in hohem Maße mitschuldig.

Konformität ermöglicht das, selbst wenn wir es tun, um den Arbeitsplatz zu retten und eine Familie zu ernähren. Es ist die fast schon notwendige Anklage gegen jeden, der von einem ausbeuterischen System eingespannt wird (eine Realität, die übrigens die ganze Cancel Culture und die Twitter-Krieger Lügen straft, die meinen, sie seien irgendwie immun gegen Heuchelei).

Aber im Gegensatz zu Desinformationskampagnen über offene und verdeckte Kriege wie den Irak-Krieg, den Syrien-Krieg, den Libyen-Krieg und den Vietnam-Krieg (Anm.d.Ü.: eigentlich alles USA-Kriege) muss diese Art von Kampagne auf einem unglaublich hohen Aktivitätsniveau funktionieren und Nachrichten und Aktualisierungen in einem noch höheren Tempo als herkömmliche Kriegskampagnen herausschütteln.

Und zwar deshalb, weil die Veränderungen im Lande selbst stattfinden und nicht in einem fernen Land, wo die Ereignisse für das heimische Publikum leicht gefälscht werden können. Es überrascht nicht, dass es nur wenige Ereignisse gibt, die sich besser für eine inländische Desinformationskampagne eignen als eine Pandemie.

Viren sind von Natur aus unsichtbar, für das Auge unsichtbar, eine Tatsache, die es ermöglicht, die Bürger in einem Zustand ständiger Angst zu halten, in dem sie ständig in Furcht und Schrecken leben. Im Gegensatz dazu war der Krieg gegen den Terror eine schwerfällige, schlecht durchdachte Kampagne, die sich auf häufige FBI-Verstrickungen sowie auf False Flags und erfundene ausländische Ereignisse stützen musste, um die Bevölkerung in einem Zustand der Angst und der Konformität zu halten.

Nach dem 11. September sahen wir nur selten, wenn überhaupt, ausländische Terroristen, und heute können wir das Virus nicht sehen. Was wir sehen können, sind die endlosen Mengen an statistischer Panikmache, die von den Behörden verbreitet werden, von Todeszahlen mit unzuverlässigen Zuordnungen bis hin zu Studien, die die Spekulationen über weitere Schrecken weiter verstärken.

Das können wir nicht übersehen. Wir werden täglich damit bombardiert.

Und damit sehen wir, wie sich die Willfährigen, wachsamer denn je, wie eine Bürgerwehr verhalten, die den Gleichschritt des Gruppendenkens durchsetzen will. Die subtile Genialität dieser Kampagne besteht darin, dass abweichende Meinungen nun als lebensbedrohlich angesehen werden.

Doch um dies zu erreichen, musste die Kampagne so umfassend und allgegenwärtig sein, dass sie buchstäblich eine Art Massengehirnwäsche hervorrief.

Die Wucht

Im Gegensatz zu Mather vertritt der Psychologe Mattias Desmet die Auffassung, dass wir möglicherweise genau das erleben: das Phänomen der Massenformation, besser bekannt als Massenhypnose. Desmet geht davon aus, dass vier Kriterien erfüllt sein müssen, damit sich die Massenbildung durchsetzen kann:

 – Viele Menschen fühlen sich sozial isoliert

 – Mangel an Bedeutung

 – Frei umherfliegende Ängste

 – Frei schwebende Aggression

Es ist nicht unvernünftig anzunehmen, dass diese Kriterien in unserer Gesellschaft bereits existieren – sowohl als Folge der Pandemie als auch deren Vorläufer. Die endlose Isolation der Quarantäne. Die schwindenden sozialen Normen, die durch seelenlose Zyklen aus endlosem Konsums hervorgerufen werden.

Die Angst vor der Gig-Economy, einer atemlosen Tretmühle mit abnehmenden Erträgen. Das soziale Trauma, das durch die unaufhörliche Flut von Videos in den sozialen Medien hervorgerufen wird, in denen polizeiliches Fehlverhalten und oft auch Tötungen (oder Morde, je nachdem, wie man die Ereignisse interpretiert) gezeigt werden. Und die unverhohlene Wut, die diese Pannen unweigerlich hervorrufen.

Zusammengenommen haben diese Umstände nach Ansicht von Desmet und anderen eine Gesellschaft von Schlafwandlern hervorgebracht, die ihr Vertrauen in die Autorität setzen, wie es die Menschen in Krisensituationen oder vermeintlichen Krisensituationen oft tun (siehe die Zustimmungsraten für den Präsidenten während eines Angriffskriegs im Ausland, der als dringender Kampf zum Schutz unserer Freiheiten“ bezeichnet wird).

Es spricht auch einiges für die Idee, dass, wenn wir als Gesellschaft umfassend ziellos sind (abgesehen vom Sirenengesang des Geldverdienens), Covid den Menschen ein dringendes Ziel geliefert hat, das sie mit Leidenschaft ergriffen haben: die Kurve abflachen, die Ausbreitung stoppen, sich maskieren, sich vaxxen lassen und zusammenarbeiten, um Covid zu besiegen.

Und natürlich beteiligen sie sich eifrig an der Verunglimpfung der Nichtgeimpften.

All das steht – und das ist entscheidend – außer Frage.

Der Konsens in einer Krise widersetzt sich einer Debatte. Es bleibt einfach keine Zeit, denn am Horizont zeichnet sich ein Ereignis ab, das dem Aussterben der Menschheit gleichkommt. (Man kann die gleiche Ungeduld und Verachtung für Fragen über die Schwere des Klimawandels beobachten.)

Und das ist genau das, was die Massenformation vorhersagt, so Desmet. Die frei schwebende Angst wird leicht von einem umfassenden Narrativ angezogen, das in der Gesellschaft lanciert wird und das eine Ursache für die Angst und die notwendigen Schritte zu ihrer Beseitigung benennt.

In dem Maße, in dem immer mehr Menschen das Narrativ akzeptieren und ihm folgen, entsteht „eine neue Art von Solidarität„, die das Gefühl der Isolation der Menschen aufzulösen beginnt und ihrem Leben einen Sinn gibt (indem sie sich in einem heroischen Kampf engagieren). Die ursprünglichen Bedingungen der Massenformation werden also durch das offizielle Narrativ angesprochen, dessen Mandate zu einer Art Ritual werden, an dem die Massen gemeinsam teilnehmen.

Wir haben diese Art der Massenbildung schon einmal erlebt, in entrechteten Gemeinschaften, die nach Sinn und Zweck suchten und verzweifelt versuchten, den umfassenden Verlust an sozialen Normen des Nachkriegsdeutschlands (1. WK) zu überwinden. Sie fielen auf den faschistischen Aufschwung des Nationalsozialismus herein und endeten im Ruin.

Die Nazis entfremdeten die Juden aus Gründen der Volksgesundheit, zwangen sie, Gesundheitskarten zu tragen, und verbreiteten die Lüge, sie seien Überträger von Typhus.

Jetzt erleben wir die Dämonisierung ungeimpfter Personen und ihre gewaltsame Entfernung aus der akzeptablen Gesellschaft: In Österreich drohen den Ungeimpften Gefängnisstrafen; in Deutschland haben sie Ladenverbot; in Italien werden die Löhne einbehalten; in Kanada dürfen sie nicht fliegen; in Kalifornien werden ungeimpfte Kinder von der Schule verbannt; in Griechenland müssen Rentner bei Nichteinhaltung der Vorschriften hohe monatliche Geldstrafen zahlen; in Australien werden die Ungeimpften in Internierungslager gedrängt.

All dies, als ob solche Maßnahmen absolut und universell notwendig wären, um die Menschheit vor einem Atemwegsvirus zu retten, dessen Sterblichkeitsrate (IFR) unter einem Prozent liegt. Und für das es bereits zahlreiche Therapien gibt. Die Wissenschaft scheint diese Behauptung nicht zu stützen, auch wenn die Wissenschaft(™) dies tut. Aber letztere duldet keinen Dissens, während erstere davon durchdrungen ist.

Ersteres wird zur Entfernung markiert, letzteres zur Beförderung. Aber Algorithmen waren ja noch nie unparteiisch, oder?

Jenseits der öffentlichen Gesundheit

Für viele, die das Gespenst der Massenformation wittern, geht es um etwas anderes. Etwas, das über die öffentliche Gesundheit hinausgeht. Etwas, bei dem es für manche sogar um mehr als nur um Profitstreben geht.

Ist eine autoritäre Revolution im Gange, ein nicht ganz so subtiler Versuch, eine globale Autokratie zu errichten, die auf dem Profit von Big Pharma und Biotech aufbaut und rücksichtslos von einem faschistischen Bio-Sicherheitsstaat durchgesetzt wird?

Hören wir in der Ferne einen Ruf: „Oligarchen aller Länder – vereinigt euch!“?

Oder werden wir stattdessen Zeuge der groben Exzesse eines kapitalistischen Systems, das von regulatorischer Übernahme geplagt wird? Oder sehen wir – wie der Mainstream sagt – einfach nur das Gerangel fehlerhafter demokratischer Regierungen, um die Ausbreitung zu verlangsamen, wenn auch ineffektiv? Gute Menschen mit guten Absichten, sozusagen mit fatalen Fehlern? (Klingt wie Ken Burns, der Vietnam beschönigt.)

Ideologisch gesehen fallen die meisten Menschen in eines dieser drei Lager. Doch die Massenformation, so wie es sie gibt, scheint die Bevölkerung daran zu hindern, die ersten beiden Optionen zu sehen. Die dritte Option – eine Katastrophe mit guten Absichten – ist alles, was für die Hypnotisierten sichtbar ist.

War es nicht da Vinci, der sagte, es gäbe drei Arten von Menschen: Jene, die sehen; jene, die sehen, wenn man es ihnen zeigt, und jene, die nicht sehen? Was glaubt Ihr, in welche Kategorie die Opfer der Massenformation fallen?

Ein großer Teil der Menschen ist glücklicherweise wach für die Möglichkeiten, die sich hinter dem oberflächlichen Konsens verbergen – einem ruhigen See des Gruppendenkens. Das ist nicht ungewöhnlich. Der marxistische Philosoph Louis Althusser schrieb, dass wir alle mit der vorherrschenden Ideologie indoktriniert werden, in Anlehnung an Marx‘ Idee, dass die vorherrschenden Ideen jeder Kultur die Ideen der herrschenden Klasse sind.

Altbewährt und zutreffend (unabhängig davon, was man vom Kommunismus hält). Althusser argumentierte weiter, dass ein Kontingent von Individuen, vielleicht eine Gruppe, von einer Subideologie indoktriniert werden könnte (sein Wort war, wenig hilfreich, „interpellieren“) und ein gewisses Maß an – sorry – Immunität gegenüber der Mainstream-Doktrin hätte, die natürlich nur in ihrer Verbreitung Mainstream ist, und nicht notwendigerweise in ihrer Akzeptanz.

Diese kleinere Gruppe könnte dann Interventionen in das dominante Narrativ inszenieren – sozusagen von unten – und damit beginnen, deren Bann über das Volksbewusstsein zu brechen.

Dieses Konzept von Althusser ist dem Szenario von The Matrix nicht unähnlich, in dem eine abtrünnige Gruppe von Rebellen die Techno-Tyrannei der Maschinen umstößt – und all das wird durch eine besonders erfolgreiche Art der Massenformation durchgesetzt. Die Dynamik der roten und blauen Pille existiert auch heute noch, wird aber vom offiziellen Narrativ der herrschenden Klasse geflissentlich beiseite geschoben.

Schon vor zwanzig Jahren war die unausweichliche Relevanz des Matrix-Konstrukts stark, und der Film wurde zum sprichwörtlichen Kultklassiker. Das Gleiche gilt für Fight Club, der das vorherrschende Ethos der kapitalistischen Gesellschaft zu untergraben suchte und die fehlenden sozialen Normen eines Lebens in ständigem Konsum aufzeigte (von in der Produktionszone von Shenzhen hergestellten Ramschwaren, während sich Amerika in einen riesigen Rostgürtel verwandelte).

In beiden Filmen fungieren die Protagonisten – Neo und Tyler Durden – als Platzhalter für Althussersche Interventionen von Subideologen (Rebellen) in das System der Massenunterdrückung. So etwas gibt es auch in unserer aktuellen Situation. Wenn Ihr es nicht seht, habt Ihr vielleicht die blaue Pille geschluckt.

Wenn Ihr es seht, seid Ihr wahrscheinlich zufällig auf einen Artikel in einem alternativen Magazin gestoßen, haben einen Podcast abseits der ausgetretenen Pfade gehört, seid einem klugen und informierten Social-Media-Influencer gefolgt oder habt einen anderen Weg zu einer kritischeren Perspektive gefunden. Der Mainstream möchte uns glauben machen, dass diese alternativen Quellen die wahren Desinformationen sind.

Das stimmt zwar zum Teil – es gibt eine Menge Müll in den sozialen Medien – aber es gibt auch eine Fülle von guten Informationen, die man in Nicht-Mainstream-Kanälen finden kann. Und es sind die Mainstream-Kanäle, die am meisten Propaganda und Gruppendenken verbreiten.

Es ist nicht so, dass diese Konzernmedien täglich Ereignisse und Geschichten aus dem Nichts erfinden. Manchmal schon (Assange und Manafort im Konklave?), aber im Allgemeinen sind sie cleverer als das. Die beste Propaganda erzählt nur die Hälfte der wahren Geschichte und lenkt sie in eine bestimmte ideologische Richtung. Oder, wie der stets zitierfähige Benjamin Franklin einmal sagte: „Eine halbe Wahrheit ist oft eine große Lüge.“

(Die Minderheit des Elite-Kapitals besitzt die führenden Nachrichtenkanäle und verbreitet ihre Minderheitenansichten an die Massen, in der Hoffnung, sie mit einer Alternative zur Standard-Mehrheitsansicht zu indoktrinieren, die zur Leistungsgesellschaft und einem starken sozialen Sicherheitsnetz tendiert, wie amerikanische Umfragen typischerweise belegen. Somit sind die Ansichten der Konzernmedien nur dem Namen nach Mainstream).

The Matrix: Resurrection wird zu Weihnachten veröffentlicht. Es gibt viele Geschichten in der Unterhaltungsbranche – von Filmen bis hin zu Graphic Novels – die sich um ein gemeinsames Thema zu drehen scheinen: menschliche Körper, die mit Technologie vermischt sind und schließlich von ihr versklavt werden. Unweigerlich wird die Technologie von sterblichen Kräften, die Unsterblichkeit erlangen wollen, zu bösen Zwecken eingesetzt.

Mit jedem Tag, der vergeht, scheinen diese Geschichten auf der Leinwand immer aktueller zu werden. Schließlich kann es keine „Science Fiction“ ohne „Science“ geben.

[ad_2]

Source link

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *